Wo kommen wir her – unsere Geschichte

Von der Identität zur Wahrnehmung

„Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wohin er geht“, heißt es. Wir wissen, woher wir kommen!

Anders als viele andere Unternehmen haben wir als Jenoptik gleich mehrere Herausforderungen in Sachen Geschichte zu bewältigen. In der Jenoptik heute bündeln sich viele Zeitachsen. Die ältesten sind mit den Namen Carl Zeiß und Ernst Abbe verbunden und reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Somit gehören auch wir zu jenen Traditionsunternehmen, die im 19. und 20. Jahrhundert den Grundstein für das berühmte „Made in Germany“ legten und für Präzision, Qualität, fundierte Ingenieurstechnik und Wertarbeit stehen.

Zu den Unternehmen der Zeiss-Gruppe gibt es heute keine direkte Verbindung mehr, auch wenn Zeiss und Jenoptik immer noch gerne mal verwechselt werden. Heute sind Zeiss und Jenoptik partnerschaftlich über vorwiegend Kunden- und Lieferantenbeziehungen verbunden. Nicht bzw. nur in ganz wenigen Randbereichen sind beide Unternehmen heute Wettbewerber (Ausführliche Informationen zur Geschichte von Carl Zeiss).

Nach dem 2. Weltkrieg gab es ein Zeiss-Unternehmen in Westdeutschland in Oberkochen und jenes Unternehmen am Gründungsstammsitz in Jena, das Leitbetrieb in der DDR wurde. Nach der Wiedervereinigung wurden Teile des DDR-Kombinats vom Zeiss-Unternehmen Oberkochen übernommen und 1991 die Jenoptik gegründet. Das Unternehmen sollte den fünften Geburtstag eigentlich nicht erleben, denn Zweck der Gründung war die Abwicklung des Jenaer „Zeiss-Restes“ innerhalb von fünf Jahren. Mit Unternehmenszukäufen gelang es dem langjährigen Jenoptik-Chef Lothar Späth, diesen Abwicklungsauftrag zu umgehen. „Das enorme Wissen der Mitarbeiter musste einfach erhalten werden“, sagte er hinterher in verschiedenen Interviews. Lothar Späth, Politiker und Begründer der heutigen Jenoptik, verstarb 2016 in Stuttgart. (Informationen zu Lothar Späth)

Geschichte der Marke Jenoptik

Die Marke Jenoptik ist älter als Sie glauben. Erste Erwähnungen stehen in alten Markenregistern des Jahres 1957. Unter Jenoptik verkaufte der Volkseigene Betrieb Carl Zeiss Jena Produkte in das damals nicht-sozialistische Ausland. Es gab sogar eine Jenoptik Jena GmbH. Die Verkäufe des Zeiss-Kombinates in den Westen darf man ruhig als homöopathisch bezeichnen, sodass die Bekanntheit der Marke Jenoptik 1990 bei nahezu Null lag. Dies änderte sich 1991 mit der Gründung der JENOPTIK Carl Zeiss Jena GmbH und anschließend der JENOPTIK GmbH.

Der blaue Kasten des Logos, 1991 eingeführt, wurde beibehalten, veränderte sich jedoch im Verlauf der letzten 20 Jahre immer wieder. Die blaue Marke in ihrem heutigen Aussehen gilt seit 1. Januar 2009.

Mit der „Strategie 2022“, die erstmals im Februar 2018 vorgestellt wurde, konzentriert sich Jenoptik auf ihre Kernkompetenz, die photonischen Technologien. In der Marke verankert sich dies mit dem Claim „MORE LIGHT“ sowie visuell mit den ColorRays, die die Marke als Outline-Logo in sechs verschiedenen Farbvarianten deutlich verjüngen und erstmals in der Geschichte von Zeiss differenzieren.

Was hat uns geprägt und damit auch die Entwicklung unserer Marke und unserer Unternehmenskultur?

Unternehmenszukäufe

Die Zukäufe verschiedener Unternehmen, vor allem in Westdeutschland, die Lothar Späth anstieß, sollten die Jenaer Produkte sinnvoll ergänzen und ihnen Absatzkanäle auf den Weltmärkten erschließen. Damit gab es zwischen 1995 und 2010 eine enorme Markenvielfalt. Viele dieser Unternehmen begründen heute unter der Marke Jenoptik das Kerngeschäft. Dass heute in der Jenoptik verschiedene Marken zusammengeführt sind, dokumentiert sich in vielen Produktmarken.

Auch Verkäufe haben die vergangenen 25 Jahre geprägt. Mit dem Verkauf des Unternehmensbereiches Clean Systems 2006 (heute M+W Group) und der einhergehenden Konzentration auf das Technologiegeschäft brach eine neue Zeitrechnung für Jenoptik an und damit auch für die Marke. Zuvor waren „Ostunternehmen“, „Lothar-Späth“ und „Brillenglashersteller“ die Assoziationen zur Marke Jenoptik.

Die schrittweise Einführung der Marke Jenoptik für das gesamte Geschäft gilt als Start der Marke für den Gesamtkonzern. Die Umstellung auf die weltweit einheitliche Dachmarke Jenoptik wurde ab 2006 Schritt für Schritt umgesetzt. Die Marke bekam damit Größe und weltweite Präsenz.